Wenn ein Pferd in der Obhut eines professionellen Pferdepflegers stirbt, muss dieser für den Verlust des Tieres haften, solange er nicht beweisen kann, dass er an dessen Tod keine Schuld hat. Mit dieser Entscheidung dreht das Gericht die Beweislast um. Bisher musste der Eigentümer des Pferdes ein Verschulden nachweisen. Da er aber nicht wissen könne, was mit dem Pferd in seiner Abwesenheit passiert sei, müsse der beauftragte Pfleger darlegen, dass er nicht am Tod des Tieres schuld sein kann.
OLG Frankfurt: Az: 8 U 118/95

Bei Stürzen während Proberitten haftet der Eigentümer des Pferdes, stellte das Landgericht Itzehoe fest. Im zu entscheidenden Fall machte eine Frau, die ein Pferd kaufen wollte, einen Proberitt und stürzte dabei schwer. Das Gericht verpflichtete den Eigentümer des Pferdes zu Schmerzensgeld- und Schadenersatzzahlung, obwohl die Frau unterschrieben hatte, sich „freiwillig und mit Einverständnis des Besitzers“ auf das Pferd gesetzt zu haben.
Landgericht Itzehoe: Az. 3 O 262/00.

Wenn ein Pferd in der Obhut eines professionellen Pferdepflegers stirbt, muss dieser für den Verlust des Tieres haften, solange er nicht beweisen kann, dass er an dessen Tod keine Schuld hat. Mit dieser Entscheidung dreht das Gericht die Beweislast um. Bisher musste der Eigentümer des Pferdes ein Verschulden nachweisen. Da er aber nicht wissen könne, was mit dem Pferd in seiner Abwesenheit passiert sei, müsse der beauftragte Pfleger darlegen, dass er nicht am Tod des Tieres schuld sein kann.
OLG Frankfurt – Az: 8 U 118/95.