Mehr als 100.000 Tiere gehen im Jahr verloren. Haben Sie eines davon gefunden oder ist Ihnen ein Hund oder eine Katze sogar direkt zugelaufen, gehen Sie bitte immer erst einmal davon aus, dass sie ein Zuhause haben. Ein Hund ohne Begleitung dürfte entwischt sein. Bei einer Katze können Sie einen Freigänger nur schwer von einem entlaufenen Tier unterscheiden. Verirrte oder dem Halter dauerhaft entlaufene Haustiere sowie Haustiere ohne bekannten Halter gelten als Fundtier. Für ihre Versorgung, Unterbringung und die notwendige tierärztliche Behandlung ist grundsätzlich das Fundbüro der jeweiligen Stadt oder Gemeinde oder nachts die Polizei verantwortlich. Laut Gesetz (§965 BGB) sind Sie als Finder verpflichtet, unverzüglich beim Eigentümer oder, wenn dieser unbekannt ist, bei oben genannter Behörde eine ordnungsgemäße Fundanzeige zu erstatten. Alternativ können Sie das Tier auch ins Tierheim bringen. 

Ist das Tier verletzt, empfehlen wir Ihnen, gleich den Tierarzt aufzusuchen und jemand anderen zu bitten, parallel die notwendige Fundanzeige aufzugeben, da Sie nicht abschätzen können, wie schlimm die Verletzung ist. Damit schlagen Sie die Brücke zwischen gesetzlicher Notwendigkeit und Hilfsmaßnahmen für das Tier. 
 
Wichtig: Gerade bei verletzten Fundtieren ist die Fundmeldung zu Ihrer eigenen Sicherheit besonders wichtig. Tierärzte haben häufig damit zu kämpfen, dass die Behörden eine Übernahme ablehnen, wenn der Finder nicht vor der medizinischen Versorgung eine Fundmeldung abgegeben hat. Sie stehen dann vor der Wahl, Sie als Finder für die Kosten heranzuziehen oder die Behandlung kostenlos vorzunehmen.
 
Gerade in rechtlicher Hinsicht ist die ordnungsgemäße Fundtiermeldung für Sie sehr wichtig. Nachfolgend finden Sie das Formular für die Fundmeldung, die Sie am besten samt dem Tier bei uns im Tierheim abgeben.

Formular Fundtier melden

 

Aktuelle Fundtiere:

Fundkatze vom 11.12.2018

 

Fundkater vom 29.11.2018