V. a. für Katzen, aber auch für Hunde, Kleintiere und Exoten suchen für immer wieder Pflegestellen im Landkreis Heidenheim. Als Pflegestelle bietet man einem Tier ein Zuhause auf Zeit und ist für dessen artgerechte Haltung und Versorgung verantwortlich. Das Tierheim bleibt weiterhin Eigentümer des Tieres und trägt alle medizinisch notwendigen Kosten. Selbstverständlich stellen wir bei Bedarf auch (Spezial-)Futter sowie benötigtes Zubehör (Katzenstreu, Geschirre, Decken usw.) zur Verfügung.

Grundsätzlich geben wir nur Tiere an Pflegestellen, für die die Unterbringung im Tierheim nicht optimal ist. Gründe dafür können sein:

  • sehr junges oder hohes Alter
  • Krankheiten oder gesundheitliche Beeinträchtigungen
  • sehr ängstliche/scheue Tiere
  • extreme Verhaltensauffälligkeiten
  • erschöpfte Aufnahme-Kapazitäten im Tierheim

Pflegestelle zu sein bedeutet mehr als sich nur eine schöne Zeit mit einem Tier zu machen. Pflegestelle zu sein bedeutet viel Arbeit und Zeit zu investieren, große Geduld und Verständnis für die Tiere aufzubringen und mit Herzblut bei der Sache zu sein. Daher wählen wir unsere Pflegestellen vorab sorgfältig aus, denn nicht jeder bringt die notwendigen Voraussetzungen dafür mit.

Prinzipiell sollte die Pflegestelle sich in der nahen Umgebung befinden und mobil sein bzw. für den Fall der Fälle über einen zuverlässigen Fahrdienst verfügen, da im Krankheitsfall und auch zu Routinebehandlungen einer unserer Vertragstierärzte frequentiert werden muss.

Dass die Unterbringung tiersicher (z. B.. mit Kippfensterschutz u. dgl. Vorkehrungen bei Pflegekatzen) gestaltet ist, gelegentlich etwas neben das Klo geht, man mit Durchfall, Erbrechen und sonstiger etwaiger Krankheit des Pflegetierchens umgehen können muss, ohne es umgehend zurückzugeben, wenn es mal schwierig wird, setzen wir bei einer Pflegestelle voraus. Ein routinierter Blick den Gesundheitszustand der Pfleglinge betreffend muss ebenso vorhanden sein wie die Fähigkeit, ggf. selbst täglich zu medikamentieren. Unser Tierarzt, das Personal und äußerst erfahrene und sachkundige Ehrenamtliche sind beratend für Sie da.

Die optimale Pflegestelle für kleine oder heranwachsende Kätzchen hat Katzenerfahrung und kann ihnen ein eigenes Zimmer/Badezimmer für die Zeit ihres Aufenthalts zur Verfügung stellen, in dem sie aufhausen können, ohne sich dabei zu verletzen (kein Auslauf in z. B. Treppenhäusern mit offenen Stufen o. dgl., verringertes Infektionsrisiko etwaiger eigener Tiere).

Auch bei ihnen muss auf Gewichtszunahme und Krankheitssymptome geachtet werden, Fahrten zum Tierarzt und die gängige Behandlung (Entwurmung, Impfung, …) gehören ebenso dazu wie etwaige Medikamentierung nach Anweisung des Tierheimpersonals und unseres Vertragstierarztes, der ausschließlich zu konsultieren ist (die Bezahlung der veterinärmedizinische Behandlung wird selbstverständlich vom Kreistierschutzverein übernommen). Da viele dieser Kätzchen noch scheu sind, ist ein Zeitaufwand erforderlich, der sich nicht mit einer Vollzeitberufstätigkeit vereinbaren lässt – die Herrschaften müssen ggf. noch mit viel Geduld, Spiel, Spaß und Streicheleinheiten an den Menschen gewöhnt werden. Manchmal durchaus anstrengend, aber immer wieder schön, wenn die Miezen auftauen – hiermit sind Sie die Schlüsselperson, die den Kleinen die Chance auf baldige Vermittlung und ein glückliches Leben bei guten Zweibeinern ermöglichen kann und soll.

Sie verfügen über Geduld, Einfühlungsvermögen und die o. g. Möglichkeiten sowie Toleranz gegenüber jugendlichen Kaputtniks, die schon ganz schön aufräumen können? Auch diese Gesellen werden in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten vermehrt im Tierheim auftauchen, wo ihnen aus Platz- und Zeitmangel keine optimale Sozialisierungszeit geboten werden kann. Dann freuen wir uns über Ihre Hilfe.

Bei Handaufzuchten ist es erforderlich, dass die Kätzchen beinahe rund um die Uhr betreut werden – Fütterung mittels Fläschchen durch Personen, die wirklich über Erfahrung verfügen, anfangs alle zwei Stunden, Tag und Nacht. Hierbei darf keine Milch in die Luftröhre gelangen, die Bäuchlein müssen massiert werden, um für den Absatz von Exkrementen zu sorgen, es muss täglich gewogen werden, die Tierchen dürfen nicht in Untertemperatur geraten, Krankheitssymptome sollten umgehend erkannt, es muss schnell ge- und behandelt werden, usw. Bei Handaufzuchten sowie der Pflege kranker, täglich zu medikamentierender Tiere wäre es fatal, wenn es jemand lediglich gut meint, aber nicht über die erforderlichen Fähigkeiten, Kenntnisse und Zeit verfügt.

Wer in dieser Sache routiniert ist, wird gern umgehend auf Liste genommen und immer wieder dringend gebraucht.